Es könnte einem das Herz brechen

Playa de Avalo. Oberhalb/hinter San Sebastian, Richtung Puntallana, wo die Virgen de Guadalupe in ihrer Ermita steht und offensichtlich nicht aufgepasst hat.

Einst einer der schönsten Strände der Insel. Natur pur, Palmen, kleines Kiosk mit Ziegenkäse – und Ziegen. Heute ein Denkmal für verfehlte Politik, Zerstörung von Landschaft, Scheitern ehrgeiziger Pläne (um es vorsichtig auszudrücken). Den Rest kann vermutlich niemand beweisen.

schild700Besser, man fährt nicht hin. Man erstarrt sowieso vor Schreck, da hätte es das Schild mit der super Übersetzung nicht gebraucht. Das „Medio Ambiente“ (Ministerium für Umweltschutz etc.) hätte vielleicht vorher ein Schild aufstellen sollen, Bucht verschandeln verboten oder so. Mal wieder gepennt.

Dabei hätte alles so schön sein sollen. „Urbanización Bahía de Avalos“ kündigte ein Schild den Bau eines Gran Hotels, Appartements für Touristen, Wohnhäuser, ein Einkaufszentrum sowie Kultur- und Sportstätten an. Städteplanung. Von Landschaftsschutz keine Spur mehr, vom Investor offensichtlich auch nicht (mehr). Die Baustelle wurde verlassen (kennt jemand die Gründe?), die Bagger verrosteten lange Zeit vor sich hin.

Jetzt war ich mal wieder dort. Zuerst im Januar (auf dem Weg nach Puntallana, dazu in Kürze mehr) und gerade eben im März. Ein Paar mit Kindern packte gerade ihre sieben Sachen zusammen, ansonsten weit und breit kein Mensch in Sicht.

Ja, man kann bis zum Strand fahren (wenn es das Auto aushält), aber nicht auf der schön asphaltierten Straße IN der ANLAGE (oder was ist das?), sondern daneben auf dem abenteuerlichen Schotterweg mit den Schlaglöchern. Die ganze Bucht ist eingezäunt, bis auf die letzten Meter vor dem Meer, obwohl die Promenade zum Flanieren einlädt (naja, siehe oben).

buchtboot700Vom Weg (Fußweg über den Berg – Achtung, dort ist der Weg teilweise abgerutscht!) nach Puntallana aus gesehen, mutet es fast idyllisch an. Wenn man nur die letzten Meter und den Steinstrand anschaut …

Mittendrin ist irgendwas "bewohnt", dort bellen Hunde

Mittendrin ist irgendwas „bewohnt“, dort bellen Hunde

 

und große Gruben zeugen von reger Bautätigkeit, ehedem

und große Gruben zeugen von reger Bautätigkeit, ehedem.

 

 

 

 

 

 

 

 

avalobarranco700Und dabei ist es so ein wunderschönes Tal und eine tolle Bucht. Eigentlich. Kann man das „renaturieren“?

strand500

http://www.lagomera.travel/kanarische-inseln/la-gomera/de/entdecken/strande-von-la-gomera/avalo/

 

Veröffentlicht in La Gomera News, Sonstwas

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

*